Optimale Bürobeleuchtung
Die richtige Mischung aus Tageslicht und Bürobeleuchtung
Die passende Bürobeleuchtung hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden aller Mitarbeiter:innen eines Unternehmens. Durch die richtigen Lichtverhältnisse kann effektives Arbeiten gefördert und die Konzentration gesteigert werden.
Eine unzureichende Beleuchtung am Arbeitsplatz hingegen kann schnell zu Müdigkeit führen und ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Bei der Planung Ihres Büros sollten Sie daher unbedingt ein durchdachtes Lichtkonzept berücksichtigen.
Ziel ist es, die Gesundheit aller Angestellten bei der täglichen Arbeit zu unterstützten. Durch die Reduzierung von Belastungen im Büroalltag steigt die Arbeitszufriedenheit. Das wiederum fördert Motivation und Leistung. Im folgenden Blogbeitrag haben wir einige Tipps und Hinweise zusammengestellt, wie auch Sie in Ihrem Unternehmen für die optimale Beleuchtung sorgen.
- Autor: Sebastian Kreckel
- Lesezeit: 5min
Inhaltsverzeichnis
Grundlagen
Welche Auswirkungen hat eine unzureichende Beleuchtung am Arbeitsplatz?
Schlechte Sicht
Zum Jahresende nehmen die Sonnenstunden ab. Das natürliche Tageslicht im Büro reicht dann oft nicht mehr als Lichtquelle aus. Besonders in räumlich ungünstigen Bereichen wie Produktionshallen oder Logistiklagern erhöht sich das Unfallrisiko bei fehlender Beleuchtung. Gefahrenquellen wie Kanten, Rahmen oder Stufen werden bei schlechtem Licht am Arbeitsplatz leichter übersehen.
Brennende Augen
Falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz beansprucht die Augen unnötig stark. Ist ein Raum zu dunkel, erhöht sich der Kontrast zwischen Bildschirm und Umgebung. Das belastet die Sehkraft und führt häufig zu Augen- und Kopfschmerzen. Ist ein Raum zu hell, reizt auch das die Augen und kann die Konzentration stören.
Konzentration adé: Müdigkeit
Das Hormon Melatonin macht uns müde, wird jedoch durch Helligkeit gehemmt. In einem dunklen Büro steigt die Müdigkeit – ein klarer Nachteil für Aufmerksamkeit, Konzentration und Produktivität.
Unsere Psyche
Studien zeigen: Licht beeinflusst unsere Stimmung. Schlechte Beleuchtung am Arbeitsplatz fördert Nervosität, während gutes Licht für Wachheit, Energie und Motivation sorgt. Fehlt natürliches Licht, kann das sogar die Vitamin-D-Aufnahme und damit die Immunabwehr beeinträchtigen.
Falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz
Worauf sie bei der Bürogestaltung achten sollten
Das beste Licht für den Arbeitsalltag ist Tageslicht. Es steigert die Produktivität, macht wach und leistungsfähig. Bei künstlichem Licht reagiert jeder Körper unterschiedlich, doch fest steht: Es beeinflusst den Hormonhaushalt und kann die Cortisol-Ausschüttung erhöhen.
Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen
Um den Arbeitsplatz optimal zu beleuchten, sollten Sie vor allem Bildschirmarbeitsplätze vorrangig in der Nähe von Fenstern platzieren. So erhalten Ihre Mitarbeiter:innen natürliches Licht, ohne geblendet zu werden. Der optimale Einfallswinkel liegt bei 90 Grad zur Arbeitsfläche.
Die Auswirkungen unzureichender Beleuchtung am Arbeitsplatz
Schlafstörungen und Winterdepressionen gehören zu den häufigen Beschwerden, die durch fehlendes Tageslicht zurückzuführen sind. Sind nicht genügend Tageslichtquellen vorhanden, kann eine Tageslichtlampe helfen. Sie simuliert natürliches Licht und fördert Konzentration, Energie und Schlafqualität.
Gerade in der kalten Jahreszeit kommen und gehen viele Mitarbeiter:innen zur Arbeit, während es draußen noch dunkel ist. Mit einer Tageslichtlampe können Sie das fehlende Tageslicht während des Arbeitstages immerhin ein Stück weit ersetzen.
Wichtig: Tageslichtlampen sollten nach Sonnenuntergang nicht mehr genutzt werden, um den Biorhythmus nicht zu stören.
Der ideale Lux-Mix
Wie sieht die optimale Beleuchtung im Büro aus?
Die beste Lösung für eine optimale Lichtplanung besteht aus einem Mix verschiedener Beleuchtungen. So entsteht ein flexibles und gesundheitsförderndes Lichtkonzept. Folgende Komponenten bilden eine optimale Bürobeleuchtung:
- Indirekte Beleuchtung für Grundhelligkeit
- Direkte Beleuchtung für fokussierte Lichtquellen
- Schreibtischlampen für individuelle Anpassungen
- Tageslicht, wo immer möglich
- Teilflächenbezogene Beleuchtung
Die teilflächenbezogene Beleuchtung ist eine Kombination aus Allgemein- und individueller Arbeitsplatzbeleuchtung. So ist es möglich, die allgemeine Beleuchtung durch die unmittelbare Beleuchtung des Arbeitsplatzes zu ergänzen, sobald sich die Arbeitsanforderungen ändern.
Rechtliche Vorgaben
Was schreibt die Arbeitsstättenverordnung vor für die Beleuchtung im Büro vor?
Licht ist Teil der Unfallprävention. Laut Arbeitsstättenverordnung müssen Arbeitsstätten, Pausen- und Bereitschaftsräume, Kantinen sowie Unterkünfte möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und mit einer Sichtverbindung nach außen ausgestattet sein.
Ist das baulich nicht möglich, zum Beispiel bei Einkaufszentren, Flughäfen oder Museen. Zusätzlich gilt die Ausnahme, wenn ein Gebäude nicht umgebaut oder erweitert werden kann. Dann greift der Bestandsschutz.
Zu dunkel: Wie viel Lux am Arbeitsplatz?
Die Antwort liefert der Tageslichtquotient (D): Er beschreibt das Verhältnis der Beleuchtungsstärke im Innenraum (E p) zu der Beleuchtungsstärke draußen (ohne Verbauung) mit bedecktem Himmel (E a).
Berechnet wird der Tageslichtquotient folgendermaßen: D = E p /E a x 100 %.
Die Arbeitsstättenverordnung schreibt Folgendes vor:
- Mindestens 2 % bei Seitenlicht
- Mindestens 4 % bei Dachoberlichtern
- Alternative: 1/10 der Raumfläche muss lichtdurchlässig sein (Fenster, Türen, Dachoberlichter, etc.)
- 1/5 bei anspruchsvollen Arbeitsanforderungen (Fehler- und Qualitätskontrolle, etc.)
Künstliche Beleuchtung muss sicher sein. Blendungen oder Reflexionen sind zu vermeiden. Jalousien und Vorhänge helfen dabei. All diese Vorgaben dienen der Sicherheit und Gesundheit.
Wir beraten Sie gerne!
Sie möchten Ihre Bürobeleuchtung optimieren und so Gesundheit, Konzentration und Produktivität fördern? Unser Expertenteam unterstützt Sie von der Analyse bis zur Umsetzung eines ganzheitlichen Lichtkonzepts.
Die richtige Helligkeit im Büro
Lux-Werte für die Beleuchtung im Büro
Die Anforderungen an die Beleuchtung variieren je nach Arbeitsanspruch und Tätigkeit. Die passende Helligkeit für jeden Arbeitsplatz ermitteln Sie durch folgende Grundparameter:
- Lagerung: 50-200 Lux
- Verpackung und Logistik: 200-300 Lux
- Büroarbeitsplatz: 500-750 Lux
- Qualitätskontrolle und Zeichnen: 1.000-2.000 Lux
Auch das Alter zählt: Sind vorwiegend ältere Mitarbeiter:innen beschäftigt, benötigen sie mehr Licht. (Etwa 750-1.000 Lux.)
Außerdem gilt es, die Lichtfarbe zu beachten: Tageslichtweiß oder Neutralweiß fördern die Leistungsfähigkeit und Konzentration.
fazit
Zur optimalen Arbeitsplatzgestaltung gehört ein gutes Lichtkonzept
Die Auswirkungen unzureichender Beleuchtung am Arbeitsplatz reichen von verminderter Leistungsfähigkeit bis hin zu gesundheitlichen Risiken. Deshalb sollte jede moderne Büroplanung auch die Beleuchtung strategisch einbeziehen.
Ein gutes Lichtkonzept sorgt nicht nur für Helligkeit, sondern fördert Gesundheit, Konzentration und Wohlbefinden. Dabei gilt es, ergonomische Anforderungen und rechtliche Vorschriften zu berücksichtigen.
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